Trinkwasserförderung: CDU-Ratsfraktion fordert klares Signal des Bürgermeisters

Verden. ♦ „Die CDU-Stadtratsfraktion fordert von Bürgermeister Lutz Brockmann ein klares Signal zur Senkung der Trinkwasserfördermenge  im Wasserwerk Panzenberg.“, so Fraktionsvorsitzender Jens Richter. Das ist das Ergebnis nach einer erneuten Anhörung des Trinkwasserverbandes, die am Dienstag  in der Aula der Oberschule stattgefunden hat.

Zum Hintergrund: Die Bewilligungsgenehmigung zur Trinkwasserförderung für das Wasserwerk Panzenberg ist bereits 2009 ausgelaufen. Seither wird mit einer vorläufigen Bewilligung gefördert. Von den ca. 10 Mio m³ gefördertem Trinkwasser werden ca. 8 Mio m³ nach Bremen verkauft. Diese hohe Fördermenge hat nachweislich zu einer erheblichen Grundwasserabsenkung im Bereich Scharnhorst und Dauelsen geführt, die zu wesentlichen ökologischen und ökonomischen  Schäden nicht nur in der Natur sondern auch an Häusern geführt hat.  Im laufenden Bewilligungsverfahren soll die Fördermenge aktuell auf 8,825 Mio. m³ festgelegt werden, was der durchschnittlichen Fördermenge der letzten 10 Jahre entspricht.

„Diese Menge ist für uns als CDU-Fraktion immer noch zu hoch und wir erwarten ein klares politisches Signal des Verdener Bürgermeisters bei der Verbandsversammlung am kommenden Mittwoch“, so Richter.  Wir müssen mittel- und langfristig ein Szenario entwickeln, bei dem eine klare Reduzierung der Wassermenge deutlich wird. Die maximale Fördermenge sollte zunächst bei 7,5 Mio. m³ festgeschrieben werden, um diese dann in den kommenden Jahres weiter nach unten anzupassen. Gleichzeit muss der Wasserliefervertrag mit Bremen mengenmäßig angepasst werden.  

„Das alternative Versorgungsmöglichkeiten für Bremen mit dem Hinweis verworfen werden,  diese seinen sozioökonomisch nicht vertretbar, ist für uns nicht akzeptabel“, berichtet Thomas Müller. Sowohl für einen Wasserbezug aus Delmenhorst  noch aus Bremerhaven ist diese Aussage nicht mit konkreten Zahlen und Investitionssummen hinterlegt. Das Argument, das Wasserwerk in Delmenhorstsei veraltet und kann nicht wieder in Betrieb gehen ist sehr schwach, da auch der Trinkwasserverband Verden aktuell einen Neubau des Wasserwerkes Langenberg plant, so Müller weiter.

Die CDU-Fraktion fordert daher Bürgermeister Lutz Brockmann eindringlich auf, sich nun endlich für die von allen Ratsfraktionen gefordert Reduzierung der Wasserfördermenge in den Gremien des Trinkwasserverbandes einzusetzen.



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