„Sicherheit für Radfahrer liegt mir am Herzen“

„Die Sicherheit der Radfahrer in Verden liegt mir besonders am Herzen“, sagte CDU Fraktionsvorsitzender Jens Richter beim Fachgespräch Radwege mit interessierten Bürgern. Die Stadtratsfraktion und die Kreistagsfraktion der Christdemokraten informierten sich zunächst bei Werner Stadtlander von der Kreisverwaltung und Rainer Kammermann über den aktuellen Stand beim Ausbau und der Pflege der Radwege im Landkreis Verden und insbesondere der Stadt Verden. Allein beim Landkreis kümmern sich 26 Mitarbeiter um den Erhalt der bestehenden Kreisstraßen und Radwege. Der Finanzierungsbedarf für die Instandhaltung steige laut Verwaltung jedes Jahr um 50.000 Euro. Deswegen stellte die Firma Hansegrand aus Selsingen ihr Konzept mit wassergebundenem Straßenbelag vor. Bei dieser Belagart wird die Fläche nicht versiegelt und die Pflege oder Reparatur einzelner Problemstellen sind viel kostengünstiger, weil eben keine feste Asphaltdecke verbaut wird. Ein natürliches Bindemittel festigt den Radwegbelag und sorgt auch für 70 prozentige Wasserdurchlässigkeit bei Niederschlag. „Huckelpisten durch Wurzelaufbrüche gehören mit dieser Technik der Vergangenheit an, weil Schäden viel schneller repariert werden können“, sagte Kreistagsfraktionsvorsitzender Wilhelm Hogrefe, der diesen wassergebundenen Belag nun auch privat ausprobieren will. „Außerdem sparen wir beim Radwegneubau viel Geld, weil die Ausgleichsflächen für eine Versiegelung wegfallen“, stellte Richter fest.
Werner Stadtlander stellte auch eine Liste von geplanten Sanierungen von Radwegen entlang von Landesstraßen vor. „Ich vermisse den Weg von Dauelsen nach Langwedel auf dieser Liste und werde dem bei der zuständigen Straßenbaubehörde nachgehen“, kündigte Richter an. Rainer Kammermann verwies auf die Radwegprojekte der Stadt aus dem Radverkehrsförderkonzept und dessen Umsetzung von der Verlängerung der Salzstraße bis zum Brückenschlag über die Aller. „Die Kostensteigerung des Brückenschlages auf insgesamt drei Millionen Euro und 1,6 Millionen für die Stadt ist schon enorm. Dafür hätten wir auch 50 Kilometer Radweg bauen können“, kommentierte Richter das Großprojekt. Die Sicherheit der Radfahrer als schwächster Verkehrsteilnehmer sei aber auch sehr wichtig. Deswegen wolle sich Richter für weitere Maßnahmen seitens der Stadt in diesem Bereich einsetzen. „Jenseits von allen Fragen der Zuständigkeit, muss es doch zum Beispiel möglich sein, endlich eine Beleuchtung an der Autobahnauffahrt Verden-Ost zu bekommen“, so Richter. Auch der Rückschnitt der Vegetation an Radwegen solle konsequent von der Verwaltung bei den Anliegern betrieben werden.
„Wir müssen das Radfahren auch für Pendler insgesamt attraktiver in unserer Stadt machen. Für die neuralgischen Punkte brauchen wir dringend Lösungen, wie zum Beispiel an der Hamburger Straße und am Johanniswall“, sagte der Bürgermeisterkandidat Richter. Deswegen will er sich auch für eine schnelle Umsetzung der Vorrangroute vom Bahnhof in Richtung Norden einsetzen. „Auch am Johanniswall ist ein Radweg dringend notwendig. Nur die Absage einer Kostenbeteiligung des Landes reicht für mich nicht aus, dieses dringende Projekt in der Innenstadt auf die lange Bank zu schieben. Woanders gibt die Stadt viel mehr Geld aus für neue Radwege“, so Richter abschließend.



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