Bei Erneuerung der Südbrücke Radwegeführung neu denken

Die CDU-Stadtratsfraktion am neu gestaltetem Bollwerk

Verden. ♦ Für den innerstädtischen Verkehr wird das Fahrrad immer wichtiger, auch in Verden. „Bei der Planung der neuen Südbrücke sollte die Radwegeführung grundlegend neu gedacht werden“, so der Hönischer Ortsbürgermeister Wolf Hertz-Kleptow bei einem Ortstermin der CDU-Ratsfraktion am vergangenen Montagabend. Mitten im riesigen Stau der Berufstätigen, die über die Nordbrücke aus der Kreisstadt auspendeln wollten, erfuhren die Christdemokraten einen direkten Eindruck von den Verkehrsproblemen an der Aller. „Heute können wir sehen, dass hier dringend Handlungsbedarf besteht“, sagte spontan der Fraktionsvorsitzende Jens Richter. Weiter hatte er berichtet, dass die Planungsleistungen für den Neubau der Südbrücke in den nächsten Wochen ausgeschrieben werden und der Planungsauftrag für den Ersatzbau zum Jahresende erfolgen soll. Mit dem Ersatzbau der Südbrücke sei dann 2025/2026 nach Fertigstellung der Nordbrücke zu rechnen. „Das sind die großen Herausforderungen für die Verkehre in unserer Stadt, die wie zukunftsweisend als CDU mitgestalten wollen“, sagte Richter.

Um besonders den Radverkehr über die Südbrücke und im Kreuzungsbereich Brückstraße/Untere Straße sicherer zu gestalten, solle geprüft werden, ob bei einem Neubau ein ausreichend breiter Rad- und Fußweg einseitig auf der Südseite über die Brücke geführt werden kann. Im weiteren Verlauf sei dann zu prüfen, ob der Radverkehr Richtung Süderstadt über Bollwerk/Lahusenstraße geleitet werden kann, um die Kreuzung an der Unteren Straße zu entlasten und mehr Sicherheit für die Radfahrer zu erreichen.

Jürgen Moje mahnte in diesem Zusammenhang noch einmal das ausstehende innerstädtische Verkehrskonzept an. „Gerade wenn wir über den Neubau der Allerbrücken sprechen und auch die Herrlichkeit umgestalten wollen, sollten wir uns vorher konkret Gedanken machen, wie künftig die Verkehre geleitet werden sollen“, so Moje.

Bei den weiteren Besichtigungspunkten am Aller-Park und beim Grundstück für die neue Stadtkante flossen die Planungen für diese Gebiete in die Beratungen ein. Lars Brennecke wies darauf hin, dass bei einer Neuauflage der Planungen die Lage des Einzelhandels, des Hotels sowie der Wohnungen neu zu überdenken seien. „Es zu überlegen, ob der Einzelhandel nicht näher an den Norderstädtischen Markt heranrückt, und das Hotel weiter zur Aller hin geplant wird um den Einzelhandel nicht weiter auseinander zu ziehen und die Wege möglichst kurz zu halten“, so Brennecke. Schließlich erzeuge dieses Projekt auch weitere verkehrspolitische Anforderungen an die Innenstadt. Weitere Ideen und Eindrücke wollen die Christdemokraten mit in die Fachausschuss-Beratungen nehmen.



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