20 Jahre zum Wohl der Stadt
Verdener-Aller-Zeitung vom 25.01.2012
Verdienstmedaillen für Annelie Meyer-Coordes und Dr. Hans-Jörg Volkmann

Bürgermeister Lutz Brockmann (rechts) würdigte in der gestrigen Ratssitzung die Verdienste von Annelie Meyer-Coordes und Dr. Hans-Jörg Volkmann (Mitte).
VERDEN Von einem besonderen Ereignis sprach gestern Abend Bürgermeister Lutz Brockmann, als er den beiden Ratsmitgliedern Annelie Meyer-Coordes und Dr. Hans-Jörg Volkmann die Verdienstmedaille der Stadt Verden überreichte. Damit wurde das mehr als 20 Jahre währende kommunalpolitische Engagement beider gewürdigt.
Mit dieser Auszeichnung hatte die gestrige Ratssitzung ihren ersten Höhepunkt. Es schloss sich unter anderen die Haushaltsdebatte an. Zuvor aber war es dem Stadtoberhaupt vorbehalten, Meyer-Coordes und Volkmann, beide Mitglieder der CDU-Fraktion, für ihre langjährige Arbeit zum Wohle der Stadt zu danken. Und die Zahlen sprechen für sich: „20 Jahre Ratsarbeit bedeutet, an 200 Ratssitzungen mitgewirkt zu haben.“ Ganz zu schwiegen von den zahlreichen Ausschusssitzungen, so der Bürgermeister.
Beide Geehrte verkörperten überdies die ganze Bandbreite der kommunalpolitischen Tätigkeit. Brockmann zählte bei Annelie Meyer-Coordes insbesondere die vielen Jahre als Borsteler Ortsbürgermeisterin auf, dazu die Mitgliedschaften im Verwaltungsausschuss, in diversen anderen Gremien, im Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund sowie als Ratsvorsitzende. „Genauso viel, aber anders“ sei der Werdegang Dr. Hans-Jörg Volkmanns zu bezeichnen, sagte der Bürgermeister. Vor allem die wichtige Arbeit für das Krankenhaus sei mit das Verdienst des Ratsherren. Beide Geehrte hätten überdies das Vertrauen der Bürger. Aus der Hand des Ratsvorsitzenden Horst-Heiner Pabst gab es dann die Verdienstmedaillen.
In ihren Dankesworten betonte Meyer-Coordes, in den 20 Jahren stets mit mehr Freude als Frust ins Rathaus gegangen zu sein. Eher süffisant vermerkte Volkmann, dass er fast den Eindruck habe, seinem eigenen Nachruf beizuwohnen. Folglich sei die Medaille eine Art gelbe Karte. Was Pabst veranlasste zu sagen: „Sie ist sogar schwarz.“ Volkmann weiter: „Formal müsste man sagen, die Medaille sei ersessen. Ist sie aber nicht. Wir müssen viel lesen. Also ist sie erlesen.“ Mit diesem Schlusssatz hatte er vermutlich den Nagel auf den Kopf getroffen.
